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der photoelektrische effekt

MUSIK EINES BERNER SEXTETTS, DIE GLEICHZEITIG WELLE UND TEILCHEN SEIN KANN.

Richard Köster (tp, fh)
Leoni Altherr  (voc)
Sebastian Bättig (git, effects)
Kilian Brock (p, composition)
Johanna Pärli (b)
Felix Wolf (dr, composition)

 

Ein Projekt entwerfen, das verschiedenartige Instrumentenklänge auf ungewöhnliche Weise verbindet und so neue Möglichkeiten bietet.

Das war die Anfangsidee von Felix Wolf und Kilian Brock, die sich lange kennen und seit 2015 in Bern gemeinsam Musik studieren. Also formten sie das Sextett „der photoelektrische effekt“, das indirekt einen der bekanntesten Berner aller Zeiten als Namenspatron trägt: Albert Einstein. Er formulierte 1905 seine Arbeit über den photoelektrischen Effekt, in der er neben der bereits bekannten Wellennatur des Lichts auch die als „Photonen“ bekannte Teilchennatur des Lichts nachwies, wofür ihm der Nobelpreis für Physik verliehen wurde.

Der Gedanke, dass sich etwas so Bekanntes wie das Licht plötzlich noch von einer anderen, unbekannten Seite zeigt, soll Sinnbild sein für dieses Berner Projekt. Die Kompositionen von Felix Wolf und Kilian Brock brechen mit den altbekannten Rollenverteilungen, etwa dem Gesang als Melodie- und Hauptstimme und der Gitarre als Begleitinstrument. Vielmehr entstehen neue Klangbilder, der Gesang befindet sich oft inmitten des Klangspektrums der Band und bildet mehrstimmige Sätze mit der Trompete und der Gitarre.

Die Spanne der Musik reicht von ruhigen, lyrischen Momenten bis hin zu explosiven, groovigen oder sogar rockigen Passagen – immer im Vordergrund steht dabei der Sound und die Klangästhetik des Sextetts.

Auch wenn wir im Gegensatz zu unserem Namenspatron keinen Nobelpreis erwarten – „der photoelektrische effekt“ schafft spannende, ungewohnte Musik, die ihre Zuhörer packt und mitnimmt, ob als Teilchen oder Welle…